Vom alten Huawei-Wechselrichter zum Sigenergy-System mit 60 kWh Speicher
Bestehende PV-Anlage mit knapp 90 kWp: Wechselrichter eins zu eins gegen einen 100-kW-Hybridwechselrichter getauscht, 60 kWh Speicher ergänzt, Lastspitzen abgefangen. Keine teuren Leistungsspitzen mehr beim Energieversorger.
- PV-Anlage (Bestand)
- knapp 90 kWp
- Wechselrichter
- Sigenergy Hybrid, 100 kW
- Speicher
- Sigenergy, 60 kWh
- Aufgabe
- Lastspitzenkappung
Viel Sonnenstrom auf dem Dach, trotzdem teure Stromrechnung
Auf dem Dach des Betriebs liegt seit Jahren eine Photovoltaikanlage mit knapp 90 Kilowatt Peak, verschaltet in rund zehn Strings. Betrieben wurde sie von einem Huawei-Wechselrichter ohne Speicher. Tagsüber lief das gut: Der Solarstrom deckte einen Teil des Verbrauchs, der Rest ging ins Netz.
Das Problem lag bei den Lastspitzen. Wenn im Betrieb mehrere große Verbraucher gleichzeitig anlaufen, zieht das Gebäude für kurze Zeit sehr viel Leistung aus dem Netz. Der Energieversorger rechnet bei Gewerbekunden genau diese Spitzen über den Leistungspreis ab. Ein paar Minuten hoher Bezug im Monat reichen, und die Rechnung steigt spürbar, obwohl der Jahresverbrauch gar nicht hoch ist.
Ohne Batterie gab es nichts, was diese Spitzen hätte abfangen können. Die Anlage selbst war in Ordnung, nur der Wechselrichter konnte keinen Speicher einbinden.
Wechselrichter eins zu eins getauscht
Der alte Huawei-Wechselrichter wurde gegen einen Sigenergy-Hybridwechselrichter mit 100 Kilowatt getauscht. Hybrid heißt: Das Gerät kann sowohl die Solarmodule als auch eine Batterie bedienen. Die bestehenden Strings der Dachanlage laufen jetzt direkt in den neuen Wechselrichter, ohne dass auf dem Dach etwas verändert werden musste.
Der Wechselrichter sitzt an derselben Stelle wie sein Vorgänger an der Außenwand, geschützt unter dem Dachüberstand. Die DC-Leitungen vom Dach kommen sauber gebündelt von unten an, die Anzeige zeigt grün: Anlage in Betrieb.
60 kWh Speicher als Turm direkt daneben
Neu dazu kam der Batteriespeicher mit 60 Kilowattstunden. Bei Sigenergy werden die Batteriemodule zu einem Turm gestapelt, der im Freien aufgestellt werden darf. Er steht auf einem eigenen Betonsockel, damit er trocken und gerade steht, und ist an der Wand gesichert.
Oben am Turm sitzt der rote DC-Trennschalter. Damit lässt sich die Batterie für Wartungsarbeiten mit einem Griff vom Wechselrichter trennen. Die Verbindung zum Wechselrichter läuft in einem Kabelkanal an der Wand entlang, nichts hängt lose.
Alles mit der vorhandenen Anlage verdrahtet
Wechselrichter, Speicher und die bestehende Dachanlage bilden jetzt ein System. Damit die Lastspitzenkappung funktioniert, muss das System jederzeit wissen, wie viel Strom das Gebäude gerade aus dem Netz zieht. Dafür sitzt im Haus am Hausanschluss ein Smart Meter, der den Bezug misst.
Die Kommunikation zwischen Smart Meter, Wechselrichter und Speicher läuft ebenfalls im Gebäude zusammen. Steigt der Bezug über die eingestellte Grenze, gibt das System den Speicher frei, und die Batterie liefert den Rest. Im Rundgang sehen Sie das Zusammenspiel an der Fassade: der Wechselrichter, der Kabelkanal und der Speicherturm.
Rundgang um die Anlage
Vom Wechselrichter über den Kabelkanal bis zum Speicherturm, wie es nach der Montage aussieht.
Saubere Verdrahtung, damit es Jahre hält
Bei einem Wechselrichtertausch entscheidet die Verdrahtung darüber, ob die Anlage jahrelang störungsfrei läuft. Jede Solarleitung ist eindeutig zugeordnet und am Wechselrichter verriegelt, die Batterieleitungen liegen getrennt davon im Kabelkanal, der DC-Trennschalter ist frei zugänglich.
Das Video zeigt die Anschlüsse aus der Nähe: die Stringleitungen unter dem Wechselrichter, den Kabelkanal an der Wand und die Rückseite des Speicherturms mit seinen Lüftungsöffnungen.
Die Verdrahtung im Detail
Stringleitungen, Kabelkanal, DC-Trennschalter und die Rückseite des Speicherturms aus der Nähe.
So funktioniert die Lastspitzenkappung
Der Speicher ist hier nicht in erster Linie dafür da, Solarstrom in die Nacht zu retten. Seine Hauptaufgabe ist es, kurze Verbrauchsspitzen aus der Batterie zu bedienen, damit sie gar nicht erst beim Netzbetreiber ankommen.
Messen
Der Smart Meter am Hausanschluss misst laufend, wie viel Leistung das Gebäude aus dem Netz zieht.
Puffern
Übersteigt der Bezug die eingestellte Grenze, liefert die Batterie die Differenz. Aus dem Netz kommt nur noch die Grundlast.
Nachladen
Sobald die Spitze vorbei ist, lädt die Anlage den Speicher wieder auf, bevorzugt mit Solarstrom vom eigenen Dach.
Das Ergebnis
Die Anlage läuft seit der Inbetriebnahme im Regelbetrieb. Für den Betrieb hat sich vor allem eines geändert: Die Lastspitzen erreichen den Netzbetreiber nicht mehr.
- Keine Zuschläge mehr für Leistungsspitzen beim Energieversorger
- Mehr Solarstrom aus der Bestandsanlage wird im eigenen Betrieb genutzt statt eingespeist
- Dachanlage, Wechselrichter und Speicher arbeiten als ein System und werden zentral überwacht
- Montage, Verdrahtung, Smart Meter und Inbetriebnahme aus einer Hand durch unser eigenes Team
Passt das auch zu Ihrem Betrieb?
Eine Lösung wie diese lohnt sich nicht nur bei neuen Anlagen. Häufig ist der Speicher gerade die Ergänzung, die aus einer älteren PV-Anlage wieder eine wirtschaftliche macht.
- Sie haben eine bestehende PV-Anlage mit älterem Wechselrichter, aber keinen Speicher
- Auf Ihrer Stromrechnung steht ein Leistungspreis, der stärker schwankt als der Verbrauch
- Maschinen, Kühlung, Kompressoren oder Ladeinfrastruktur sorgen für kurze Bezugsspitzen
- Sie möchten mehr eigenen Solarstrom nutzen, ohne die Dachanlage anzufassen
Ähnliches Projekt geplant?
Schicken Sie uns die Eckdaten Ihrer Anlage und, wenn vorhanden, eine Stromrechnung mit Leistungspreis. Ein Elektromeister prüft, ob sich ein Speicher mit Lastspitzenkappung bei Ihnen rechnet.

